Tips & Tricks

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Und zwar von Profis wie uns.

Unser Tip zum Thema Fußboden

Zur Zeit boomen zwei Belagsorten bei den Fußböden besonders stark. Die Rede ist von Fertigparkett und Laminat. Wer Wert auf echtes Holz mit Eigenschaften wie Elastizität, Fußwärme oder Schalldämmung legt, wird eher zu Fertigparkett neigen.

Altbekanntes im neuen Gewand – Bodenbeläge aus Linoleum und Kork
Erfunden wurde es 1860 vom Engländer F. Walton, jetzt ist es wieder in Mode gekommen: Linoleum, der lateinische Begriff für Leinöl, steht für ein altbekanntes Naturprodukt, das sich inzwischen zunehmender Beliebtheit erfreut. Absolute Renner unter den Bodenbelägen sind auch die neuen Beläge aus Kork, die – wie die Linoleumbeläge – inzwischen so leicht wie Fertigparkett oder Laminat zu verlegen sind.

Linoleum mit neuem Unterbau und vielen neuen Designs

Linoleum ist seit dem letzten Jahrhundert als Belagsmaterial bekannt. Während man früher die unhandliche und schwere Rollenware erst tagelang auslegen, anschließend mühsam verkleben und an den Rändern verschweißen musste (gibt es übrigens immer noch), präsentiert sich die neue Generation der Linoleumbeläge mit „intelligentem" Unterbau. Die ca. 2 mm starke und endbehandelte Nutzschicht sitzt auf einer Holzfaserplatte mit Nut und Feder. Dadurch lassen sich die Linoleumdielen wie Fertigparkett oder Laminat ganz leicht schwimmend verlegen. Das Linoleum selbst wird ausschließlich aus natürlichen Materialien hergestellt. Dazu benutzt man Leinöl, Naturharze, Korkrinde, Holz- und Kalksteinmehl sowie Jute. Das Oxidationsprodukt aus Leinöl, Linoxyn, wird mit den Naturharzen wie Kolophonium und Kaurikopal zu einem Linoleumzement verschmolzen, unter Zusatz des Korks und der Mehle verknetet und warm auf das Jutegewebe aufgepresst.

Welche Vorteile bietet ein moderner Linoleumboden?

Er ist durch die Nut- und Federkonstruktion für Selbermacher leicht zu verlegen!

LinoleumDurch die schwimmende Verklebung des endbehandelten Belags entfällt die früher übliche „Ausliegezeit", ebenso die mühsame Verklebung, das Verschweißen und Nachbehandlungen wie das Versiegeln

Was sollte man bei der Pflege eines Linoleumbodens beachten?

Nach der Verlegung ist zunächst eine Grundreinigung fällig; dazu benutzt man entsprechende Linoleum-Grundreiniger, die dem Wischwasser zugesetzt werden. Wie fast alle Naturfußböden ist Linoleum nicht für Feuchträume geeignet. Um Schäden am Belag vorzubeugen, sollte man beim Wischen und auch sonst darauf achten, dass stehende Nässe vermieden wird. Für die normale Unterhaltsreinigung nimmt man entweder Staubsauger und Besen oder den Mop. Wenn gewischt wird, sollte der Boden nicht unter Wasser gesetzt werden, sondern nur „nebelfeucht" bearbeitet werden. Bei Bedarf kann man dem Wasser eine kleine Menge Linoleum-Wischpflege zugesetzt werden.

Linoleum - seine wichtigsten Eigenschaften im Überblick:

Linoleumnutzschicht auf einer Holzwerkstoffplatte mit Nut- und Federkonstruktion Für alle Wohn- und viele Arbeitsräume, jedoch druckempfindlich bei punktueller Belastung (z.B. Verformungen durch schwere Möbel) Elemente auf Holzfaser-Platten:; schwimmende Verlegung auf allen ebenen, trockenen und festen Untergründen Einfache Verlegung (schwimmend) mit vielen kreativen Möglichkeiten durch verschiedene Grundfarben und Dekorquadrate

Kork – der Renner unter den Naturfußböden

Naturfußböden liegen in den letzten Jahren voll im Trend; aber kaum ein anderer Belag kann solche Zuwachsraten wie die modernen Beläge aus Kork verzeichnen. Kork ist ein im Wortsinn nachwachsender Rohstoff, da für seine Herstellung der Baum nicht umgelegt, sondern geschält wird. Das Material wird vorzugsweise von der Korkeiche, botanisch quercus suber, gewonnen, die vor allem in Portugal, Spanien und Südfrankreich, Nordafrika und Italien als Nutzpflanze angebaut wird. Die immergrüne Eiche kann bis zu 20 Meter hoch werden und wird in der Regel im Alter von 20 Jahren erstmals geschält. Die dabei vom Stamm und starken Ästen abgenomme Rinde kann bis zu 20 cm dick sein. Da sich die Rinde regeneriert, kann sie immer wieder abgeschält werden; die Intervalle liegen zwischen neun und zwölf Jahren. Die per Hand abgeschälte Korkrinde wird zu Granulat zermahlen, das unter hohem Druck und Hitze und der Zugabe von Bindemitteln wie Harz zu Blöcken gepreßt wird. Der so entstandene Preßkork wird entweder als Furnier auf Holzwerkstoffe geleimt oder als massive Korkplatte in den Handel gebracht.

Was ist eigentlich Kork und wo setzt man ihn noch ein?

Kork ist totes pflanzliches Schutzgewebe, das die Epidermis des Baumes sprengt und ein Hauptbestandteil der Borke ist. Die mehrschichtig aufgebaute und – durch eingelagerte Gerbstoff-Derivate (Phlobaphene) - bräunlich gefärbte Korkrinde wird durch ein sekundäres Bildungsgewebe (Phellogen oder Korkkambium) gebildet und weist eine ganze Reihe interssanter Eigenschaften auf: Kork ist nicht nur wasserundurchlässig (durch den Gehalt an Suberin), sondern sogar leichter als Wasser. Er ist zum Verdruß vieler Bakterien von Natur aus gegen Fäulnis immun, ein elend schlechter Wärme- und Schall-Leiter, elastisch und leicht be- bzw. verarbeitbar.

Wegen dieser Eigenschaften setzte man ihn schon früher zu Isolierzwecken ein, aber auch für Schwimmgürtel oder bei der Linoleumherstellung. Inzwischen hat sich Kork nicht nur als eigenständiger Bodenbelag etabliert, sondern kurvt sogar im All umher. Wußten Sie, dass Kork als Hightech-Dämmstoff sogar in der Raumfahrt eingesetzt wird? Tatsächlich bestehen Hitzeschilde bei Spaceshuttles zum Teil aus Kork. Auch im Maschinenbau oder in der Automobilindustrie nutzt man Kork, zum Beispiel als Vibrationsdämmstoff.

Als Bodenbelag kann Kork seine positiven Eigenschaften voll ausspielen:

Kork wird generell in zwei Formen angeboten, entweder als sogenannter Klebekork oder als Korkparkett. Korkparkett wird wie Fertigparkett oder Laminat schwimmend durch die Verleimung in Nut und Feder verlegt. Etwas anspruchsvoller ist die nachfolgend beschriebene Verlegung von Klebekork.

Verlegehinweise zu Klebekork

Klebekork besteht aus massiven Korkplatten, die vollflächig  mit Hilfe eines Kontaktklebers auf einen geeigneten Unterboden geklebt werden. Diese Korkplatten sollten eine Mindestdichte von 480 g/m3 und geschliffene Kanten aufweisen. Im Handel sind drei Oberflächenvarianten üblich: natur (unbehandelt), standard (gewachst) und lackiert. Gewachste und lackierte Oberflächen können direkt nach der Verlegung benutzt werden; unbehandelte Oberflächen müssen eventuell nach dem Verlegen noch geschliffen und versiegelt werden (z.B. mit Hartölen, Wachsen oder Lacken).

Vor der Verlegung sollte man die Platten jedoch erst akklimatisieren lassen, damit sie sich später nicht verziehen. Dazu werden die ungeöffneten Packungen bei Raumtemperatur nach Maßgabe des Herstellers (in der Regel ca. 48 Stunden) im Raum gelagert. Einige Hersteller verlangen für ihre Beläge (so z.B. Cortex-Korkparkett), dass Kartons und Innenfolien der Plattenpackungem geöffnet werden und empfehlen eine Akklimatisierungsphase von 12 Stunden bei ca. 20 °C Raumtemperatur. Man sollte stets die jeweiliges Herstellerhinweise auf der Verpackung lesen oder im Zweifelsfall beim Holzfachhändler nachfragen. Es ist anzuraten, nach der Akklimatisierung die Platten auszupacken und zunächst auf Schäden oder gravierende Farbunterschiede durchzushen. Treten solche Farbabweichungen nicht auf, sollte man nicht Packung für Packung auslegen, sondern jeweils eine Platte pro Packung mit derjenigen aus der nächsten Packung kombinieren. Bei großen Farbunterschieden empfiehlt sicht die Anlage eines Verlegeplans, um die Unterschiede möglichst weitgehend auszugleichen.

Der richtige Untergrund

Für den Unterboden gilt: Alte Bodenbeläge und Klebstoffreste sind zu entfernen; der Estrich, auf dem verlegt wird, sollte möglichst eben und rißfrei sein. Nicht ausgeglichene Unebenheiten sind später besonders bei Gegenlicht sehr deutlich zu erkennen. Bei Bedarf sollte man den Boden mit einer selbstverlaufenden Fließspachtelmasse vor der Verlegung egalisieren.

Ein Tipp zum Kleber: Achten Sie bei Klebstoffen im Interesse Ihrer eigenen Gesundheit darauf, dass sie lösemittelfrei sind. Einige Hersteller bieten auch lösemittelfreie Kontaktkleber auf Naturlatex-Basis an.

Die vollflächige Verklebung

Beim Kontaktkleber wird nicht nur der Boden mit Kleber behandelt, sondern auch die Unterseite der Korkplatten. Am besten trägt man den Kleber am Abend vor der Verlegung mit einer geeigneten Rolle (z.B. Lammfell) auf den Plattenrückseiten auf und legt diese lose im Raum aus. Sobald der Klebefilm transparent geworden ist, können die Platten auch aufeinander gestapelt werden – aber bitte nicht Kleberseite auf Kleberseite! Am nächsten Tag ist dann der Boden mit Kleber zu streichen und auch da die Trocknungszeit einzuhalten. Wer es etwas eiliger hat, sollte zu einem schnellbindendem Dispersionskontaktkleber greifen, der zum sogenannten Ablüften ca. eine halbe Stunde benötigt (anschließende Verarbeitungszeit: 3 Stunden).

KorkWenn die Wände des Raumes gerade sind, kann mit der Verlegung in jeder beliebigen Raumecke begonnen werden. Als Verlegemuster empfiehlt sich eine Verlegung im versetzten Verband. Bei diesem Muster ist jede Reihe zur vorherigen um eine halbe Plattenbreite versetzt. Bei unregelmäßigem Wandverlauf spannt man zunächst aus den Raumecken diagonal durch den Raum zwei Schnüre, um den Raummittelpunkt zu ermitteln. Durch diesen Mittelpunkt und parallel zur längsten Wand wird dann eine Richtschnur gespannt, die als Haltelinie für die ersten Plattenreihe dient. Die nächste Plattenreihe wird dann senkrecht zur ersten Reihe auf Höhe des Mittelpunktes verlegt. Bei dieser Verlegeart wird nicht versetzt, sondern mit Kreuzfugen verlegt.

Wenn die Platten angedrückt werden, sollte man unbedingt paßgenau kleben, da bei Kontaktkleber eine nachträgliche Korrektur nicht möglich ist. Mit den Händen drückt man die Platten fest an und klopft dann mit Schlagklotz und Hammer die Kanten fest. Ganz zum Schluß können nun die Fußleisten befestigt werden. Oberflächenbehandelter Kork kann sofort nach der Verlegung genutzt werden; bei unbehandeltem Kork empfiehlt sich eine Versiegelung z.B. mit Hartölen oder Naturharzlack (Universallack).

Kork - seine wichtigsten Eigenschaften im Überblick:

Korkparkett: Hochfest versiegelte Korklaufschicht auf Holzwerkstoff-Trägerplatte mit folierter Unterseite oder

Korkplatten (Klebekork, entweder einschichtig aus reinem Preßkork oder zweischichtig aus Korkfunier auf einer Preßkorkschicht) mit oder ohne Oberflächenbeschichtung,

Für alle Wohn- und Arbeitsräume mit mittlerer bis hoher Beanspruchung (bei entsprechender Oberfläche), Elemente auf HDF-Platten:

Schwimmende Verlegung auf allen ebenen, trockenen und festen Untergründen

Einzelelemente: vollflächige Verklebung

sehr guter Gehkomfort und gute Trittschallund Wärmedämmung, mit entsprechender Nachversiegelung sogar feuchtraumgeeignet